Im vergangenen Jahr sind die Arbeitskosten in Deutschland überdurchschnittlich stark gestiegen. Im Vergleich zum Jahr 2010 wurde der Faktor Arbeit um 3,2 Prozent teurer, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden berichtete.
Das war der höchste Anstieg seit Einführung des Arbeitskostenindex im Jahr 1997. 2010 waren die Kosten mit einem Plus von 0,5 Prozent nahezu stabil geblieben.
Grund für die jüngste Entwicklung waren Tarifsteigerungen und Sonderprämien, die vor allem in der Industrie für einen überdurchschnittlichen Anstieg der Arbeitskosten von 4,3 Prozent sorgten. Noch deutlicher als die Brutto-Entgelte (plus 3,0 Prozent) stiegen die Lohnnebenkosten, die um 4,0 Prozent zulegten.
Hier hätten sich mehr Krankentage und gestiegene Beiträge zu den Sozialversicherungen bemerkbar gemacht, berichteten die Statistiker.
Quelle: dpa



